Spielberichte Saison 17/18

04.11.2017 - Auf der Schattenseite – SVJ mit „Last-Minute-KO“ in Bad Bellingen

Beim Auswärtsspiel gegen den VfR Bad Bellingen musste unsere „Erste“ die zweite Saisonniederlage einstecken und es war eine der bitteren Sorte. Erst in der Nachspielzeit fiel das spielentscheidende Tor…

Das Spiel begann mit, wie erwartet, druckvollen Gastgebern die unsere Mannschaft mit viel Ballbesitz und Tempo nicht ins Spiel kommen lassen wollten. So zeichnete sich auch das Bild des gesamten ersten Durchgangs. Allerdings kamen die Gastgeber in den ersten 45 Minuten zu keinerlei klaren Tormöglichkeiten. Die SVJ-Defensive um Mike Klett und Alex Achmedov stand sehr sicher und gut organisiert, zudem schalteten sich auch die Offensivspieler immer wieder stark in die Defensivarbeit ein. Die Gastgeber rannten vehement an, fanden aber keine Mittel das SVJ-Gehäuse wirklich in Gefahr zu bringen. So wurde Yannic Frey im Tor des SVJ im ersten Durchgang kaum einmal wirklich gefordert. Allerdings ließ auch der SVJ in der Offensive einige Wünsche offen, so konnten die Ballgewinne nur selten zu strukturierten Gegenstößen umgemünzt werden. Und doch verzeichnete der SVJ die klarste Möglichkeit in Durchgang eins. Kurz vor der Pause tauchte nach einem Stellungsfehler der Gastgeber Marco Lohr plötzlich frei vor dem Tor der Gastgeber auf, scheiterte aber am gut reagierenden Torhüter. So ging es torlos in die Pause.

Der zweite Durchgang gestaltete sich von Beginn an offener. Auch der SVJ kam nun zu mehr Offensivaktionen. Die Gastgeber hatten zwar weiterhin mehr vom Spiel, der SVJ sollte aber die klareren Chancen verzeichnen. Die SVJ-Defensive stand weiterhin sehr sicher und ließ kaum Abschlussmöglichkeiten zu. Der SVJ zeigte sich nun aber ebenfalls ballsicherer und kam durch Francesco Arena zu einer guten Möglichkeit, nachdem sich Robin Kübler über die rechte Seite durchgesetzt hatte und den Ball scharf vors Tor brachte. Der Abschluss geriet aber zu schwach um den Bellinger Torhüter ernsthaft in Gefahr zu bringen. Besser lief es in der 66.Minute. Nach Ballgewinn im Mittelfeld schaltete der SVJ über Lohr blitzschnell um. Sein Pass auf Daniel Constantin geriet zwar etwas zu lang, Constantin blieb aber dran und setzte sich gegen den Verteidiger durch und tauchte dann frei vor dem gegnerischen Tor auf. Er blieb in dieser Situation eiskalt und vollendete zur Führung für den SVJ. Die Freude sollte aber leider nur kurz anhalten. Die Gastgeber reagierten mit wütenden Angriffen, wirkten aber weiter mit wenig Durchschlagskraft. So brauchte es in der 72. Minute einen Gewaltschuss der Gastgeber, um den Jestetter Defensivverbund zu knacken. Ein Bellinger hatte lange Zeit, nahm dann schließlich aus knapp 30 Metern Maß, traf den Ball optimal, sodass er unhaltbar rechts unten einschlug. Ausgleich. Auch in der Folge blieben die Gastgeber etwas aktiver, ohne aber wirklich gefährlich zu werden. Viel Stückwerk, viele hohe Bälle, die SVJ-Defensive stand weiterhin sicher. Nur einmal rutschte ein solcher Ball durch, der Bellinger Stürmer konnte aber im letzten Moment am Abschluss gehindert werden. Der SVJ setzte in dieser Phase ebenfalls immer wieder Nadelstiche, konnte die Konterangriffe aber nicht erfolgreich zu Ende spielen. So verging die Zeit und alles schien auf ein Remis hinauszulaufen. Dann passte der eingewechselte Raffaele Ponzo stark auf den startenden Stefano Fornino, dem sich die große Chance auf die erneute Führung bot. Er brauchte dann aber doch einen Tick zu lange den Ball zu kontrollieren, sodass sein Schuss noch geblockt werden konnte. Wenig später dann die letzte Aktion des Spiels. Ein letzter langer Ball der Gastgeber und diesmal sollte er leider durchrutschen, der Bellinger Stürmer war plötzlich auf und davon, war nicht mal mehr durch ein Foul zu stoppen und vollendete zum bitteren Siegtreffer für die Gastgeber. Direkt im Anschluss beendete der Schiedsrichter die Partie.

Unterm Strich steht eine ärgerliche und bittere Auswärtsniederlage, die sich die Mannschaft nach einer sehr disziplinierten und laufstarken Leistung eigentlich nicht verdient hatte. Über weite Strecken des Spiels ließ man keine Torchancen der Gastgeber zu und stand sehr sicher in der Defensive. Wie nah Freud und Leid im Fußball zusammenliegen können spiegelte sich in der Schlussphase wieder. Während der SVJ seine Chance auf den Siegtreffer nicht nutzen konnte, machten es die Gastgeber im letzten Augenblick besser. Schade, da dieses Spiel eigentlich keinen Sieger verdient gehabt hätte. Alles hadern mit dem Schicksal bringt aber sowieso nichts. Ohne Pause geht es weiter für den SVJ. Am Mittwoch folgt bereits das Nachholspiel beim SV Buch (auf dem Kunstrasenplatz in Albbruck) und am kommenden Wochenende gastiert dann der FC Zell im „Seestadion“. Zwei schwere Gegner vor der Brust gilt es nun die Leistung aus Bad Bellingen zu bestätigen und so weitere Punkte einzufahren.

28.10.2017 - Reaktion gezeigt – SVJ siegt zu Hause

Die „Erste“ scheint die erste Saisonniederlage in Wallbach gut verdaut zu haben und zeigte im Heimspiel gegen den Bosporus FC Friedlingen eine gute Reaktion, bezwang den Aufsteiger souverän mit 4:0.

Dabei ließ unsere Mannschaft von Beginn an keinerlei Zweifel aufkommen und übernahm die Spielkontrolle. Waren erste Angriffsbemühungen noch zu ungenau wurde in der 4. Minute Martin Rangnau über rechts in die Tiefe geschickt. Die scharfe Hereingabe verpasste im Zentrum zunächst Marco Lohr, nicht aber der am zweiten Pfosten freistehende Thomas Rangnau, der zur frühen Führung einschob. Der SVJ drückte weiter aufs Gaspedal. Stefano Fornino flankte von links und fand Robin Kübler am rechten Strafraumrand. Der fackelte nicht lange, sein Volleyschuss wurde aber noch auf der Torlinie geklärt. M. Rangnau kam zum Nachschuss, setzte diesen aber aus kurzer Distanz über das Tor. Wieder nur wenige Augenblicke später folgte aber doch der zweite Treffer. Silvan von Ow schaltete sich in der 14. Minute in die Offensive ein. Lohr spielte den starken Ball in die Schnittstelle, von Ow ließ sich bei freier Schussbahn aus ca. 16 Metern nicht zweimal bitten und ließ dem Torhüter mit dem trockenen Abschluss ins lange Eck keine Abwehrmöglichkeit. Auch in der Folge blieb der SVJ am Drücker und ließ die Gäste kaum zur Entfaltung kommen. Defensiv stand man sicher und ließ keinen Abschluss der Gäste zu. Immer wieder wurde die Defensivreihe der Friedlinger überspielt, sodass der Gästetorhüter bis zur Pause einige Male in höchster Not klären musste. In der 27. Minute sorgte dann Fornino bereits für die Vorentscheidung. Kübler drang über rechts in den Strafraum ein, lief durch bis zur Grundlinie und sah im Zentrum den besser postierten Fornino, der die Hereingabe ohne Mühe über die Linie drücken konnte. Bis zur Pause verpasste unsere Mannschaft noch weitere Treffer, unter anderem brachte sich Lohr mit einem starken Solo durch die gegnerische Abwehrreihe in optimale Abschlussposition, setzte seinen Abschluss aber neben das Tor. So blieb es bis zur Pause beim 3:0 für den SVJ.

Aufgeschoben heißt nicht aufgehoben. So, oder so ähnlich lautete wohl das Motto unserer Mannschaft nach dem Anpfiff zur zweiten Hälfte. Handgestoppte 37 Sekunden benötigte der zur Pause eingewechselte Francesco Arena für den vierten Treffer mit seinem zweiten Ballkontakt. Er schloss eine feine Kombination über Th. Rangnau und Fornino letztlich eiskalt ab. Auch nach diesem Treffer wollte unsere Mannschaft noch mehr und hätte in der 54. Minute eigentlich den fünften Treffer erzielen müssen. Th. Rangnau war nach feinem Pass aus dem Mittelfeld wieder durch, legte wieder quer auf Fornino, dessen Schuss aber an die Unterkante der Latte segelte. Die Chance lebte aber weiter, da die Gäste die Kugel nicht klären konnte. So kam Arena zum Nachschuss, der aber ebenfalls an die Unterkante der Latte prallte. Nach dieser Chance verflachte die Partie zusehends und der SVJ nahm merklich das Tempo aus dem Spiel. Dies ließ den Gästen mehr Raum, sodass diese nun deutlich mehr Spielanteile entwickelten ohne dabei aber wirklich gefährlich zu werden. Der SVJ muss sich in dieser Phase den Vorwurf gefallen lassen, dass Bälle zu schnell verloren gingen und teilweise die nötige Geduld im Aufbauspiel fehlte. So kamen die Gäste in dieser Phase auch zur einzigen nennenswerten Chance. Mike Klett wurde angespielt, rutschte aber weg, sodass ein Gästestürmer plötzlich freie Bahn hatte. Alleine vor Torhüter Yannic Frey entschied sich dieser für einen Heber, den Frey aber entschärfen konnte. Auf der Gegenseite verpasste Th. Rangnau nach knapp 65. Minuten den fünften Treffer unserer Mannschaft. Nach schöner Einzelleistung scheiterte er am gut reagierenden Gästetorhüter. So blieb es letztlich bis zum Schlusspfiff beim 4:0 für den SVJ. Die Gäste waren zwar bemüht um Ergebniskosmetik, konnten aber keinen Treffer mehr erzielen, genauso wenig wie unsere Mannschaft, die sich die letzten 20 Minuten auf Ergebnisverwaltung beschränkte.

Unterm Strich steht ein hochverdienter und zu keinem Zeitpunkt gefährdeter Heimsieg gegen den Aufsteiger aus Friedlingen. Die Partie schien bereits nach einer halben Stunde entschieden, da die Gäste an diesem Tag nicht den Eindruck weckten wirklich gefährlich werden zu können. Der SVJ zeigte, im Vergleich zur Vorwoche, eine durchaus ansprechende Leistung, schaltete nach dem vierten Treffer aber vielleicht etwas zu früh in den Verwaltungsmodus. So kamen die Gäste doch noch zu mehr Spielanteilen, was im Hinblick auf die kommenden Wochen, nicht gerade kräftesparend war. Sei’s drum…die Pflichtaufgabe wurde souverän erfüllt, nun folgen harte Spiele. Bevor es am kommenden Wochenende zum VfR Bad Bellingen geht trifft der SVJ unter der Woche im Bezirkspokal auf den aktuellen Tabellenführer FC Schönau. Es gilt nun den Schwung aus diesem Heimsieg mitzunehmen, will man doch in die nächste Runde einziehen. Trotz der frühen Anstoßzeit (Mittwoch, 1.11., 14 Uhr) hoffen wir auf zahlreiche Unterstützung im „Seestadion“.

21.10.2017 - Alles hat ein Ende – SVJ verliert in Wallbach

Im zehnten Saisonspiel hat es nun auch unsere „Erste“ erwischt. Im Auswärtsspiel beim FC Wallbach musste man die erste Niederlage der Saison hinnehmen und diese hatte es in sich.

Dabei erwischte der SVJ einen recht guten Start und hatte die erste dicke Chance der Partie. Thomas Rangnau erwischte einen abgefälschten Schuss im Strafraum, legte quer auf Bruder Martin im Zentrum, der aber aus kurzer Distanz den Ball nicht traf und die Gastgeber so mit dem Schrecken davon kommen ließ. Was zu diesem Zeitpunkt noch keiner wusste ; es sollte für lange Zeit das letzte Mal gewesen sein, dass der SVJ gefährlich vor dem gegnerischen Tor auftauchte. In der Folge rissen nämlich die Gastgeber mehr und mehr das Spiel an sich. Mit hohem und sehr laufintensivem Pressing sowie einer überlegenen Zweikampfführung störte man früh den Spielaufbau und ließ den SVJ niemals zur Entfaltung kommen. So sah man sich bereits nach wenigen Minuten ausschließlich im „Defensivmodus“. Einen ersten starken Abschluss der Gastgeber konnte Yannic Frey noch mit Mühe zur Ecke klären, nach 21. Minuten wurde der Aufwand der Wallbacher dann aber belohnt. Aus ca. 11 Metern ließ ein Offensivspieler Frey keine Chance und vollendete cool zur Führung. Auch im Anschluss blieb der SVJ unter Dauerdruck, was nur wenig später im zweiten Gegentreffer resultieren sollte. Einen kurz gespielten Eckball verteidigte man zu schlafmützig, die scharf vors Tor getretene Flanke verlängerte ein Wallbacher Stürmer zum zweiten Tor des Tages. Das es letztlich bis zur Pause bei diesem Spielstand blieb war in erster Linie dem fehlenden Abschlussglück der Gastgeber zu verdanken. Einen Freistoß klärte Frey nochmals zur Ecke. Patrick Furlani klärte einen Abschluss auf der eigenen Torlinie, nachdem Frey den Flankenball nicht festhalten konnte.

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs ließen die Gastgeber nicht locker und drängten auf den dritten Treffer. Wieder war Frey nach einem Freistoß der Wallbacher gefordert und wieder konnte der Ball gerade noch zur Ecke abgewehrt werden. Eine Standardsituation in der 52. Minute brachte den dritten Treffer für den FC Wallbach. Wieder stieg ein Offensivspieler eine Etage höher als die SVJ-Defensive und drückte den Ball per Kopf in die Maschen. Diesmal der Mannschaft von Michele Masi allerdings eine postwendende Antwort. Die einzig gelungene Offensivaktion vollendete Daniel Constantin in der 54. Minute mit einem wunderschönen Lupfer aus über 20 Metern mit dem Anschlusstreffer. Wer nun aber dachte der SVJ könnte nochmals in die Partie zurückfinden, bzw. endlich hereinfinden sah sich an diesem Tag leider getäuscht. In der 65. Minute sorgte der Wallbacher Johannes Groß mit seinem dritten Treffer des Tages für die endgültige Entscheidung. Nachdem Frey einen weiteren Freistoß von der Strafraumgrenze nur nach vorne abwehren konnte, schob er dankbar zum Hattrick ein. Die Gastgeber drückten aber auch nach diesem Treffer weiter aufs Gaspedal und wollte mehr. Der SVJ war weiterhin nur um Schadensbegrenzung bemüht und hatte noch immer kaum Mittel gegen die an diesem Tag sehr kraftvolle Offensive der Wallbacher. In der 87. Minute folgte dann der symptomatische Schlusspunkt der Partie. Nach Kombination über rechts geriet ein Flankenball der Gastgeber zu lang, immer länger und senkte sich schließlich in den Winkel. Wenig später beendete der Schiedsrichter pünktlich die Partie.

Unterm Strich steht eine, natürlich, hochverdiente Auswärtsniederlage. Zu keinem Zeitpunkt des Spiels konnte unsere Mannschaft an die bisherigen Leistungen dieser Runde anknüpfen. Über 88 Minuten waren die Gastgeber in allen Bereichen die überlegene Mannschaft und letztlich hätte man sich auch über eine höhere Niederlage nicht beschweren können. Leider ließ der SVJ an diesem Tag alles vermissen, was ihn bis dahin eigentlich ausgezeichnet hatte. Selbst nach Rückschlägen und schlechten Spielphasen war man immer in der Lage zu gewohnter Spielstärke zurückzufinden. Diese Rechnung ging in diesem Spiel nicht mehr auf. Es dürfte jedem klar gewesen sein, dass diese Niederlage kommen wird, nur das sie so deftig ausfällt hätte man vielleicht nicht erwartet. Dies kann man im Nachhinein nur sich selbst zuschreiben. Natürlich verlor man gegen einen taktisch und spielerisch sehr stark eingestellten Gegner, aber die Art und Weise wie sich unsere Mannschaft phasenweise präsentierte darf einfach nicht sein. Es gilt nun die richtigen Schlüsse aus diesem Spiel zu ziehen, die Fehler zu analysieren und so gut vorbereitet in das kommende Heimspiel gegen den FC Bosporus Friedlingen zu gehen. Dort wird die Mannschaft wieder parat sein und alles für die drei Punkte geben.

14.10.2017 - Drei für Einen – SVJ mit Heimsieg gegen die Spvgg Brennet-Öflingen

Die „Erste“ bleibt weiter in der Erfolgsspur und konnte sein Heimspiel am vergangen Wochenende mit 4:1 gewinnen. Wer dabei vor dem Spiel an eine leichte Aufgabe gedacht hatte wurde gleich zu Beginn der Partie eines Besseren belehrt.

Die Gäste starteten präsenter, temporeicher und ballsicherer. Die Anfangsviertelstunde gehörte klar den Gästen. Zweimal tauchte die Brenneter Offensivabteilung, nach schönen Spielzügen, frei vor dem Jestetter Tor auf. Zweimal klärte SVJ-Torhüter Yannic Frey in höchster Not. Erst nach zehn Minuten begann auch der SVJ besser ins Spiel zu kommen. Daniel Constantin prüfte den Gästetorhüter per Distanzschuss. In der 16. Minute nutzte der SVJ den ersten gelungenen Angriff. Marco Lohr flankte butterweich auf Stefano Fornino, der den Ball direkt und unhaltbar im rechten unteren Eck unterbrachte. Das Tor stellte den Spielverlauf bis dato doch auf den Kopf. In der Folge gewann der SVJ mehr Kontrolle über Spiel und Gegner, ohne dabei selbst über gute Ansätze in der Offensive hinaus zu kommen. Die Gäste blieben weiter aktiv und unangenehm im Pressing, kamen aber ebenfalls nicht mehr zu solch klaren Möglichkeiten wie noch zu Beginn des Spiels. So blieb es beim 1:0 bis zur Pause.

Die zweite Hälfte begann dann mit der besten Phase des SVJ an diesem Tag. Deutlich variabler und aktiver kam man aus der Kabine, was bereits nach sechs Minuten in Durchgang zwei belohnt werden sollte. Am Ende einer schönen Kombination legte S. Fornino den Ball mustergültig auf Lohr, der im Duell gegen den Torhüter eiskalt zum 2:0 vollstreckte. Auch in den folgenden Minuten blieb der SVJ tonangebend, dennoch blieben die Gäste stets im Spiel, beschäftigten die Defensive um Silvan von Ow. Nach 62. Minuten dann ein Freistoß aus aussichtsreicher Position. Fornino nahm Maß und schlenzte den Ball um die Mauer flach ins Tor. Dies schien die Vorentscheidung. Doch die Gäste gaben sich keineswegs auf und warfen nochmals alles nach vorne und sollten den SVJ erneut vor Probleme stellen. Dies resultierte im 1:3-Anschlusstreffer nach 74. Minuten. Plötzlich schien nochmal was drin für die Gäste. Und die witterten ihre Chance, der SVJ hatte Probleme in dieser Phase. Im Abschluss blieben die Gäste aber weiter zu harmlos. Schließlich sorgte Fornino mit seinem dritten Tor in der 81. Minute für die endgültige Entscheidung. Ein Befreiungsschlag von von Ow leitete den Konter über Francesco Arena ein, der den Ball in vollem Tempo auf Fornino legte der sich, frei vor dem Tor, auch diese Chance an diesem Tag nicht entgehen ließ. Die letzten Minuten blieben intensiv, sollten aber keine Tore mehr bringen.

Unterm Strich steht ein durchaus verdienter, aber vielleicht etwas zu hoch ausgefallener Heimsieg. Die Gäste präsentierten sich gerade in der Anfangsphase sehr stark und hätten eigentlich in Führung gehen müssen. Dem SVJ hat an diesem Tag ein bärenstarker Stefano Fornino und eine deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte sehr geholfen. Dennoch brachte der Anschluss nochmals Spannung in die Partie. Letztlich bleibt unsere Mannschaft auch im neunten Spiel ohne Niederlage und fährt gestärkt zum FC Wallbach. Das nächste sehr schwierige Auswärtsspiel auf dem Programm. In Wallbach erwartet das Team ein ähnlich intensives Spiel und es wird nicht einfach auch dort etwas zählbares mitzunehmen. 

08.10.2017 - Auswärtscoup im „Grüttpark“ – SVJ siegt gegen Lörrach-Brombach

Und die Serie reißt einfach nicht. Auch im achten Saisonspiel blieb unsere „Erste“ weiterhin ohne Niederlage und bestand auch den Härtetest gegen den bis dahin stark auftretenden FV Lörrach-Brombach II mit Bravour. Absolut verdient gewann man mit 1:0 und nahm die drei Punkte mit nach Jestetten.

Das Spiel begann mit offensiven Gastgebern. Gleich zu Beginn versuchten sie Ball und Gegner laufen, allerdings wurde ebenfalls recht schnell deutlich, dass der SVJ an diesem Tag sehr gut organisiert und kontrolliert auftreten würde. Die Gastgeber hatten in der Anfangsphase meist nur Stückwerk zu bieten, der SVJ war die gefährlichere Mannschaft. So erwischte Silvan von Ow nach 11 Minuten einen Eckball von Marco Lohr perfekt mit dem Kopf und wuchtete den Ball zur Führung in die Maschen. Auch nach dem Führungstor blieb das gleiche Bild. Die Gastgeber ließen den Ball zirkulieren, fanden aber keine Lücke in der Hintermannschaft des SVJ, auch diverse Alleingänge stoppte die Defensive um von Ow und Mike Klett immer wieder im Ansatz. So blieb ein Schuss aus knapp 16 Metern, der Yannic Frey aber vor keine größeren Probleme stellen sollte, die gefährlichste Aktion der Gastgeber während der ersten 45 Minuten. Der SVJ hingegen verpasste es seine Führung noch weiter auszubauen. Immer wieder boten sich gute Kontermöglichkeiten, allen voran Martin Rangnau hatte die Chance noch mehr zählbares herauszuschießen. So legte er den Ball nach knapp 25 Minuten, aus abseitsverdächtiger Position, knapp am langen Eck vorbei. Etwa 10 Minuten später steckte Lohr stark durch und fand erneut M. Rangnau, der aber diesmal freistehend am Torhüter scheiterte. So blieb es bei der knappen Führung für den SVJ zur Pause.

Auch in der zweiten Hälfte änderte sich nicht viel am Spielgeschehen und überraschenderweise auch an der Verteilung von Großchancen. Zwar kamen die Gastgeber mit etwas mehr Dampf aus der Kabine und hatten weiterhin viel Ballbesitz vorzuweisen, im letzten Drittel blieben sie aber weitgehend harmlos. So war es nach knapp einer Stunde erneut der SVJ, der die nächste Großchance ungenutzt ließ. Der eingewechselte Thomas Rangnau wurde über die rechte Seite geschickt und lief durch bis zur Grundlinie. Mustergültig legte er in die Mitte zum besser postierten Stefano Fornino. Den Jubelschrei bereits auf den Lippen wurde der Abschluss allerdings im letzten Moment für den geschlagenen Torhüter auf der Linie geklärt. Die Vorentscheidung ließ also weiter auf sich warten. Der Druck der Gastgeber nahm noch einmal zu, hochkarätige Chancen blieben allerdings Mangelware. So war Frey nach ca. 65 Minuten erstmals richtig gefordert als er ein Dribbling eines Lörracher Stürmers zur Ecke klärte. Dann klärte Robin Kübler wenig später einen Standard im letzten Moment und wäre wenige Augenblicke später doch fast zum „Unglücksraben“ mutiert. Erneut sorgte eine Standardsituation für etwas Gefahr im Jestetter Strafraum. In „Ping-Pong-Manier“ wurde der Ball letztlich von Kübler auf das eigene Tor befördert, allerdings stand Frey goldrichtig und konnte das Leder sicher unter sich begraben. Wenige Minuten vor Schluss verfehlte ein Abschluss der Gastgeber das Tor nur knapp, mehr Chancen sollten sich allerdings auch nicht mehr bieten. Der SVJ hingegen verpasste es in einigen aussichtsreichen Kontersituationen den Deckel endgültig drauf zu machen. Entweder haperte es am finalen Pass oder die Abschlüsse waren letztlich zu ungenau. So musste bis zum Schluss leicht gezittert werden, obwohl man an diesem Tag selten an der Stärke der Jestetetter Defensive zweifeln musste. So brachte man den Vorsprung schließlich über die Zeit.

Unterm Strich steht ein verdienter Auswärtserfolg gegen einen Gegner den man an diesem Tag nie hat zur vollen Entfaltung kommen lassen. Der SVJ spielte taktisch klug und diszipliniert und setzte glücklicherweise den einen entscheidenden Treffer in der Offensive. Generell war der SVJ in diesem Spiel die klar gefährlichere Mannschaft und muss sich höchstens das Verpassen einiger guter Möglichkeiten ankreiden lassen. Die Gastgeber hingegen hatten zwar mehr Spielanteile, wussten mit diesen aber selten etwas anzufangen. Die meisten Angriffe endeten in Einzelaktionen oder wurden bereits im Keim erstickt. Deshalb geht das Ergebnis so in Ordnung und der SVJ kann sich über weitere drei Punkte in der Fremde freuen. Dies allerdings nicht zu lange, denn der Fokus rückt gleich auf das kommende Heimspiel gegen die Spvgg Brennet-Öflingen. Das aktuelle Schlusslicht ist dabei auf keinen Fall zu unterschätzen, wie man auch noch aus dem letzten Heimspiel vor wenigen Monaten weiß. Zudem ist da noch eine Rechnung offen und die Mannschaft um Michele Masi brennt auf Wiedergutmachung.

23.09.2017 - Die Joker stechen – SVJ mit Heimsieg gegen Wittlingen

Die „Erste“ fuhr am vergangenen Wochenende den zweiten Heimsieg dieser Saison ein und bleibt damit auch im siebten Saisonspiel weiterhin ungeschlagen. In einer Partie, die der SVJ über nahezu die gesamte Spielzeit dominierte, brauchte es aber dann doch ein glückliches Händchen des Trainers der zur Pause quasi den Sieg einwechselte.

Von Beginn an übernahm der SVJ die Spielkontrolle, hatte viel Ballbesitz und so brauchte es auch nicht lange bis sich die ersten Chancen ergaben. Nach wenigen Minuten spielte Stefano Fornino einen „Zuckerpass“ in den Lauf von Martin Rangnau, der den Ball aber zu spät unter Kontrolle brachte und so im letzten Moment gestoppt wurde. Wenig später wurde Cedric Hosp über die linke Seite freigespielt, konnte aber ebenfalls beim Abschluss geblockt werden. Nach einem Eckball flipperte der Ball wild durch den Wittlinger Strafraum, den Weg ins Tor sollte er aber letztlich nicht finden. In der 24. Minute dann die kalte Dusche für unser Team. Nach einer Freistoßflanke agierte der SVJ-Defensivverbund für einmal unsortiert, die Gäste nutzten dies zur Führung aus dem „Nichts“. Am Spielverlauf änderte sich aber weiterhin wenig, allerdings lief der SVJ in dieser Phase Gefahr die nötige Ruhe und Geduld zu verlieren. Einige knifflige Schiedsrichterentscheidungen und verpasste Möglichkeiten später war eine deutliche Unruhe auf dem Platz zu spüren. So kamen die Gäste dann sogar noch zu einer guten Möglichkeit ihre Führung auszubauen. Einen verdeckten Abschluss aus 16 Metern klärte Yannic Frey zur Seite und war auch beim Nachschuss aus kurzer Distanz per Fußabwehr zur Stelle. Gegen Ende der ersten Hälfte kehrte wieder mehr Ruhe ins Spiel des SVJ. Das Tor blieb aber weiterhin wie vernagelt. Zuerst scheiterte Hosp per Kopf aus kurzer Distanz an einem starken Reflex des Wittlinger Torhüters. Wenige Sekunden vor der Pause überwand M. Rangnau, auf Vorarbeit von Hosp, zwar den Torhüter, allerdings wurde sein Schuss kurz vor dem Einschlag von der Linie gekratzt. So blieb es beim knappen Rückstand zur Pause.

Die zweite Hälfte begann der SVJ mit frischem Wind. Trainer Michele Masi brachte Thomas Rangnau und Marco Lohr. Dieser Wechsel sollte schon bald Früchte tragen. Lohr schickte T. Rangnau in die Tiefe, dieser tauchte frei vor dem Gästetor auf und ließ sich die Chance nicht nehmen und vollendete zum erlösenden Ausgleich, wenn auch aus abseitsverdächtiger Position. Sei’s drum der SVJ drückte weiter und suchte sofort den Führungstreffer. Dieser fiel vermeintlich auch wenige Minuten später, als Silvan von Ow gekonnt per Volley ins lange  Eck vollendete, der Schiedsrichter aber den Vorteil abgepfiffen hatte. Der daraus resultierende Freistoß sollte nichts einbringen. Die nächste und bis dahin größte Chance vergab dann Pascale Moog. T. Rangnau wurde wieder stark freigespielt, legte quer auf den freistehenden Moog, der aber aus kurzer Distanz den leeren Kasten verfehlte. Rächen sollten sich die vergebenen Möglichkeiten glücklicherweise nicht. Stattdessen sorgte in 74. Minute erneut T. Rangnau für den Führungstreffer. Fornino narrte über die linke Seite zwei Gegenspieler, setzte sich stark durch und legte von der Grundlinie zurück. Rangnau stand dort wieder völlig blank und hatte wenig Mühe den Ball einzuschieben. Auch nach der Führung verteidigte der SVJ weiter offensiv, suchte die Entscheidung mit dem dritten Tor. In diese Phase fiel dann die einzig nennenswerte Offensivaktion der Gäste im zweiten Durchgang. Zehn Minuten vor Schluss fand ein Querpass, im Anschluss an einen Konter, einen Wittlinger Stürmer im Zentrum, der aber aus 10 Metern weit über das Tor schoss. Auf der Gegenseite sollte es der SVJ doch nochmals besser machen und sorgte zwei Minuten vor Schluss für die endgültige Entscheidung. Wieder war T. Rangnau kaum zu stoppen, behauptete über die rechte Seite den Ball und legte zurück. Im Zentrum wartete der kurz zuvor eingewechselte Christian Boscarino der, einen Schritt schneller als sein Gegenspieler, den Ball mit seinem ersten Ballkontakt wuchtig unter die Latte setzte. Für Boscarino das erste Pflichtspieltor im Dress des SVJ. Wenig später beendete der Schiedsrichter die Partie.

Unterm Strich steht ein hochverdienter Heimsieg gegen über weite Strecken dominierte Gäste aus Wittlingen. Von Anfang an zeigte der SVJ die „Lust“ auf 3 Punkte und wurde schließlich im zweiten Durchgang für seine Bemühungen belohnt. Der Spielverlauf zeigt wie sehr die Mannschaft derzeit gefestigt ist und sich auch von einem unnötigen Rückstand nicht aus der Bahn werfen ließ. Mit 13 Punkten aus 7 Spielen ist unser Team derzeit voll im Soll und kann nun entspannt in sein spielfreies Wochenende gehen. Nach das „Pause“ folgt dann ein echter Prüfstein für unsere Mannschaft, wenn es zum Auswärtsspiel beim FV Lörrach-Brombach II geht. 

15.09.2017 - Unentschieden im Derby – SVJ teilt sich die Punkte und bleibt unbesiegt

Zum fast schon zur Tradition gewordenen Winzerfest-Derby beim FC Erzingen hat sich die „Erste“ in einem umgekämpften Spiel einen Punkt verdient – und hat somit die Siegesserie des FC Erzingen beendet. Nachdem der Gastgeber dieses Prestigeträchtige Spiel während der letzten 9 Jahre (!) stets für sich entscheiden konnte, ist es unserer „Ersten“ nun endlich gelungen diese Serie zu brechen, wenn auch nur mit einem Unentschieden.

Vor gut 400 Zuschauern begann der FC Erzingen engagiert im Spiel nach Vorne und setzte den SVJ gleich unter Druck. Der SVJ zeigte sich in der Anfangsphase ungewohnt unsicher und hatte zu Beginn auch noch etwas Mühe sich mit dem tiefen und holprigen Rasen anzufreunden. Nachdem die ersten Offensivaktionen des Gegners unter Druck noch verteidigt werden konnten, folgte nach gut einer Viertelstunde dann letztlich doch der zu diesem Zeitpunkt verdiente Führungstreffer für den Gastgeber. Der Gästestürmer setzte sich auf der rechten Seite gut gegen unsere Verteidigung durch und stösste in den Strafraum hinein. Während sein Schuss aus spitzem Winkel noch vor der Linie geblockt werden konnte, konnte der Abpraller jedoch nicht sauber geklärt werden, wodurch ein mitgelaufener Gästestürmer einfaches Spiel hatte und den Ball lediglich über die Linie schieben musste. In dieser Phase des Spiels liess die Konzentration des SVJ etwas zu wünschen übrig. In der 23 Minute des Spiels hatte man dann Glück als ein Schuss eines gegnerischen Spielers an den Querbalken der Torumrandung landete und nicht das zweite Gegentor zur Folge hatte. Dieser Schuss schien aber der Weckruf zu sein. Fortan zeigte sich die „Erste“ bissiger und entschlossener in seinen Aktionen. Während zunächst noch keine nennenswerten Vorstösse zu gefährlichen Aktionen führen konnten, brachte ein Patzer des Torhüters des Gastgebers doch noch den Ausgleichstreffer. Ein missglückter Abschlag landete in der 42. Min in den Füssen von Daniel Constantin der gleich schaltete und den freistehenden Thomas Rangnau in die Tiefe Richtung Tor schickte. Alleinstehend verwandelte Rangnau souverän zum 1:1 - und mit diesem Ergebnis beorderte der Schiedsrichter beide Teams kurz darauf zur Halbzeitpause in die Kabine.

Die zweite Halbzeit sollte dann gleich von Erfolg gekrönt werden. Eine schöne Kombination fand Thomas Rangnau auf der rechten Seite des Flügels. Dieser setzte sich bis zur Grundlinie durch, legte den Ball ins Zentrum auf den mitgelaufenen Stefano Fornino der den Ball zum Führungstreffer flach ins kurze Eck einschob. Die Führung des SVJ schien wiederrum eine Signalwirkung auf den Gegner hinterlassen zu haben, der nun mit mehr Risiko versuchte wieder Zugriff aufs Spiel zu finden. Das sollte dann in der 64. Minute belohnt werden, wenn auch etwas glücklich. Zunächst verlor die „Erste“ den Ball fahrlässig nach eigenem Einwurf auf der linken Seite auf Höhe der Mittellinie, wodurch sich ein Gestäspieler sich bis in den Strafraum durchsetzen konnte. Seinen Schuss aus spitzem Winkel bekam Alex Achmedov an die Hand, weshalb der Unparteiische auf Strafstoss entschied – eine vertretbare Entscheidung. Der Gästestürmer lief an und verwandelte den Handelfmeter souverän zum 2:2. Nun sollte es in den letzten 25 Minuten des Spiels zum offenen Schlagabtausch kommen. Beide Teams schienen sich nicht mit dem Remis begnügen zu wollen. Die gefährlichste Aktion verbuchte der SVJ auf seiner Seite, als in der 70. Min ein strammer Schuss von Moog aus gut 35m über den bereits geschlagenen Torhüter flog und an die Latte krachte. Es folgten weitere gute Möglichkeiten – während Martin Rangnau am Gästetorhüter scheiterte, verfehlte Thomas Rangnau mit einem Kopfball das Gehäuse nur knapp. Auch der eingewechselte Cedric Hosp scheiterte freistehend nach einer butterweichen Flanke des ebenfalls kurz zuvor eingewechselten Artur Heck. Auf der Gegenseite rettete Kim Hüttner in den schlussminuten mit zwei starken Reflexen noch das Resultat und sicherte dem SVJ somit den verdienten Punkt.

Das Unentschieden ging an diesem Spieltag in Ordnung. Beide Teams hatten zwar ihre Chancen um den Platz als Sieger zu verlassen, betrachtet man aber den gesamten Spielverlauf und die Spielanteile so muss man sagen, dass die Punkteteilung letztlich gerecht ist. Der SVJ bleibt somit auch im sechsten Spiel der laufenden Saison weiterhin ungeschlagen. Nun gilt es den Fokus auf die Trainingswoche zu legen um sich optimal auf das nächste Spiel einstellen zu können, wo zum nächsten Spieltag der Bezirksliga der FC Wittlingen im heimischen Seestadion zu Gast ist. Auch hier wird die „Erste“ alles geben um weiterhin ungeschlagen zu bleiben und um die 3 Punkte in Jestetten zu behalten. 

05.09.2017 - SVJ bleibt weiter ungeschlagen – Remis in Laufenburg

In der vorgezogenen Partie zum 6. Spieltag kam unsere „Erste“ zu einem 3:3-Unentschieden beim Landesligaabsteiger SV Laufenburg. Ein Punkt den man im Vorfeld sicher gerne mitgenommen hätte, letztlich in der Entstehung aber mehr als unglücklich für unser Team war, aber der Reihe nach…

Die Gastgeber starteten zunächst druckvoll in die Partie, versuchten die SVJ-Defensive früh zu pressen. So kamen sie auch nach wenigen Augenblicken zum ersten Torabschluss. Der Schuss aus spitzem Winkel stellte SVJ-Torhüter Yannic Frey aber vor keine größeren Probleme. Mit dem ersten Angriff des SVJ folgte auch gleich die erste strittige Entscheidung des Spiels. Silvan von Ow schickte Martin Rangnau über rechts mit einem feinen Diagonalball. M. Rangnau wurde daraufhin per Grätsche an der Strafraumkante gestoppt. Der Unparteiische entschied auf Freistoß, obwohl die Spielfeldmarkierungen durchaus eine Diskussion zugelassen hätten, ob das Foul nicht bereits innerhalb des Strafraums geschah. Glück für die Gastgeber in dieser Situation. Diese blieben spielbestimmend, ohne dabei große Torgefahr zu entwickeln. Offensiv strukturierter zeigte sich in dieser Phase der SVJ. Von Ow fand im Zentrum Stefano Fornino, der sich mit einer starken Ballannahme viel Platz im Mittelfeld verschaffte. Er steckte fein durch auf Thomas Rangnau, der in die Tiefe gestartet war, einen Tick schneller als der Torhüter am Ball war und in der Folge nur wenig Mühe hatte zur Führung einzuschieben. Nach dem Rückstand schienen die Gastgeber noch entschlossener und suchten weiter den Weg nach vorne. Wirklich gefährlich wurden die Angriffe dabei aber nicht. Außer ein Tor aus klarer Abseitsposition sollte nicht viel passieren, meist war in der gut stehenden SVJ-Defensive Endstation. Der SVJ setzte immer wieder Nadelstiche in der Offensive, kam aber ebenfalls nicht über gute Ansätze hinaus. So spielte sich das Hauptgeschehen im Mittelfeld ab, wobei der SVJ es in dieser Phase zeitweise verpasste mehr Ruhe in das eigene Spiel mit Ball zu bekommen. So waren immer wieder schnelle Ballverluste die Folge. Trotzdem blieb man in der Offensive die effektivere Mannschaft. Ein langer Ball von Frey landete nach 38 Minuten über Umwege bei Robin Kübler, der sah erneut T. Rangnau starten und chippte den Ball über den Laufenburger Defensivverbund. T. Rangnau, allein auf weiter Flur, ließ sich auch diese Möglichkeit nicht entgehen und hob den Ball gekonnt über den herauseilenden Torhüter. Bis zum Pausentee sollte nicht mehr viel passieren und so ging es mit einer verdienten Führung für den SVJ in die Kabinen.

Auch den zweiten Durchgang begannen die Gastgeber druckvoll. Eine scharfe Hereingabe klärte Patrick Furlani nach wenigen Sekunden im letzten Moment. Doch dann folgte zunächst das gleiche Bild, wie in Durchgang eins. Die Gastgeber hatten zwar deutlich mehr Ballbesitz, wussten damit aber nicht viel anzufangen. Die Angriffe versandeten meist schon im Ansatz. Dann kam die 57. Minute. Die Laufenburger spielten einen Angriff für einmal zielstrebig zu Ende. Ein Offensivspieler der Gastgeber tauchte schließlich alleine vor Frey auf, der zunächst die Oberhand behielt. Im Duell um den zweiten Ball fiel ein Stürmer der Gastgeber ohne erkennbare (oder hörbare Berührung) im Strafraum. Leider ließ sich der Schiedsrichter in dieser Situation täuschen und entschied auf Strafstoß für die Gastgeber. Der Elfmeter wurde in der Folge sicher verwandelt und plötzlich waren die Gastgeber zurück im Spiel. Zunächst zeigte sich der SVJ davon aber unbeeindruckt und nutzte die sich nun bietenden Räume. In der 66. Minute erreichte erneut ein starker Diagonalball von von Ow auf der rechten Seite M. Rangnau. Dieser, erneut knapp vor dem Torhüter am Ball, legte quer auf seinen Bruder Thomas der im Zentrum  zum dritten Mal an diesem Abend vollendete. Die Gastgeber reagierten mit wütenden Angriffen, die auch nahezu umgehend belohnt werden sollte. Nur zwei Minuten später verkürzten die Gastgeber erneut mit einem Schuss von der Strafraumkante. Frey sah den leicht abgefälschten Ball letztlich zu spät um den Einschlag noch verhindern zu können. Folglich blieben die Gastgeber am Drücker. Beim SVJ schwanden sichtlich die Kräfte, das hohe Pressing aus dem ersten Durchgang forderte langsam seinen Tribut. Immer wieder rannten die Laufenburger an, kamen aber kaum zu wirklich guten Torchancen. Wenn es dann doch mal eng wurde war meist die Defensive oder Frey zur Stelle, die in letzter Sekunde klären konnten. Offensiv konnte der SVJ in dieser Phase kaum mehr für Entlastung sorgen und doch bot sich die Chance zur Entscheidung. Nach gutem Spielzug über Artur Heck und Raffaele Ponzo wurde dessen Schuss aus ca. 15 Metern im letzten Moment durch die Gastgeber geblockt. Praktisch im Gegenzug rollte ein Konter der Gastgeber, der letztlich im Zentrum einen Laufenburger Stürmer fand, der Frey ebenfalls zum dritten Mal an diesem Abend keine Abwehrchance ließ und doch noch für den Ausgleich sorgte. Die Gastgeber hatten nun Oberwasser, der SVJ schleppte sich auf die Zielgeraden, verteidigte aber letztlich den verdienten Auswärtspunkt.

Unterm Strich steht am Ende ein gerechtes Unentschieden. Der SVJ spielte eine über weite Strecken sehr starke erste Hälfte, führte verdient. Im zweiten Durchgang konnten die Gastgeber immer mehr Druck auf das Jestetter Tor aufbauen und kamen so letztlich doch noch zum Ausgleich. Im Endergebnis verdient, war die Entstehung zweier Tore leider etwas umstritten und so sicherlich auch etwas glücklich für die Gastgeber. Vor allem die Entstehung des ersten Treffers bleibt ärgerlich, vor allem da die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt weitgehend ideenlos agierten. Sei’s drum der SVJ erkämpft sich mit einer starken Leistung in Laufenburg einen Punkt und bleibt damit weiterhin ungeschlagen. Am kommenden Wochenende ist nun Erholung angesagt, bevor es dann am Freitag in einer Woche zum Derby gegen den FC Erzingen geht.

26.08.2017 - Gereift in der Hitze – SVJ bezwingt den FC Wehr

Die „Erste“ buchte am vergangenen Wochenende gegen den FC Wehr den ersten „Heimdreier“ der neuen Saison. Bei brütender Hitze war es über lange Zeit ein Geduldsspiel.

Wer an diesem Nachmittag auf Tempofußball hoffte sah sich schnell enttäuscht. Beide Mannschaften trugen den Temperaturen Rechnung und agierten eher bedacht. Die Gäste überließen dem SVJ dabei fast das komplette Spielfeld, standen extrem tief und attackierten das Jestetter Aufbauspiel erst spät. In der Offensive zeigte sich der SVJ dann gleich sehr effizient. Den ersten, wirklich gelungenen, Spielzug konnte man gleich zur frühen Führung in der 14. Minute nutzen. Stefano Fornino schickte Martin Rangnau über die rechte Seite. Dieser ließ an der Grundlinie zwei Gegenspieler ins Leere laufen und fand im Rückraum den freistehenden Robin Kübler. Der hatte alle Zeit der Welt den Ball zu verarbeiten und vollendete mit trockenem Abschluss ins lange Eck. Auch in der Folge blieb der SVJ klar die spielbestimmende Mannschaft, ohne dabei aber viele Torszenen zu kreieren. Nach schöner Einzelaktion fasste sich Verteidiger Mike Klett ein Herz, verfehlte das Ziel mit seinem Distanzschuss aber knapp. Auf der Gegenseite war Torhüter Yannic Frey nur einmal wirklich gefordert. Nach einem Standard „stibitzte“ er einem freistehenden Gästeangreifer den Ball vom Fuß. Kurz vor der Pause häuften sich nochmals die etwas unnötigen Ballverluste auf Seiten des SVJ, wodurch die Gäste aus dem Nichts zu ihrer größten Chance kommen sollten. Im Fallen spitzelte ein Wehrer Angreifer den Ball aus kurzer Distanz aber knapp neben das Tor. So blieb es bei der knappen Führung für den SVJ bis zur Pause.

Die zweite Hälfte bot das gleiche Bild. Der SVJ war spielbestimmend, die Gäste standen sehr tief. Wer nun einen Sturmlauf der Wehrer erwartet hatte sah sich schnell getäuscht. Weiterhin wurde sehr spät gepresst, der SVJ hatte wenig Mühe die Führung sicher zu verwalten. Auch der SVJ tat sich mit zunehmender Spieldauer immer schwerer Tempo in die eigenen Aktionen zu bringen. So zeichnete sich das Bild einer Mannschaft die nicht wirklich muss und einer die nicht wirklich kann. Gefährliche Offensivaktionen lieferte im zweiten Durchgang nur der SVJ. So kam nach etwa einer Stunde Stefano Fornino aus 16 Metern zum Abschluss, scheiterte aber an einer Parade des Gästetorhüters. Als sich die Gäste wenig später personell noch selbst dezimierten schienen nahezu alle Weichen auf Heimsieg gestellt. Der genaue Grund für den Platzverweis schien dabei aber nur ein Mann auf dem Spielfeld zu kennen. Der SVJ verwaltete das Ergebnis auch in Überzahl weiter souverän, wurde von den Gästen aber auch kaum dabei gestört. Etwa zehn Minuten vor Schluss hatte Artur Heck die große Chance zur Entscheidung. Fornino bediente ihn per feinem Absatztrick, Heck schob das Leder aber frei vor dem Torhüter am Ziel vorbei. Nur wenige Minuten später sollte es Fornino besser machen. Pascale Moog chippte den Ball elegant in den Rücken der nun etwas höher stehenden Gästedefensive. Fornino war alleine durch und ließ sich vor dem Tor nicht zweimal bitten, vollendete eiskalt zum 2:0 in der 86. Minute. Ein Aufbäumen der Gäste blieb auch nun aus und so spielte der SVJ das Ergebnis bis zum Schluss souverän nach Hause.

Unterm Strich steht ein verdienter Heimsieg, bei nicht ganz einfachen Bedingungen. Geduld war gefragt in diesem Spiel. Nur Ende der ersten Halbzeit schien diese Geduld im Spiel des SVJ kurzzeitig nicht vorhanden. Einige vermeidbare Ballverluste kosteten unnötige Kraft, blieben aber durch schwache Gäste letztlich unbestraft. Insgesamt zeigte der SVJ eine reife Leistung ohne dabei ein Offensivfeuerwerk bieten zu müssen. Die wenigen Chancen konnten verwertet werden, auf der Gegenseite wurde nahezu nichts zugelassen. Die Gäste verzeichneten über 90 Minuten nur eine wirklich gefährliche Offensivaktion, gaben im zweiten Durchgang nicht einen Torschuss ab. Eine kompakte und gute Defensivleistung also auf Seiten unserer Mannschaft. Mit 8 Punkten aus 4 Spielen geht es nun in die „Wochen der Auswärtsspiele“. Es folgen nämlich exakt drei Auswärtsspiele am Stück. Am kommenden Spieltag gastiert der SVJ beim SV Buch, die auf neuem Platz gewohnt heimstark zu erwarten sind. Auch in Buch, bzw. gerade in Buch wird es eine weitere Topleistung benötigen um möglichst weiter ohne Niederlage zu bleiben und so etwas zählbares mit nach Hause zu bringen. 

20.08.2017 - Im Stile eines Spielverderbers - SVJ gewinnt in Geisslingen

Die "Erste" konnte im zweiten Duell gegen einen Aufsteiger binnen wenigen Tagen den ersten "Dreier" der Saison einfahren. Beim FC Geisslingen gewann man vor toller Kulisse souverän mit 3:0 und bleibt damit auch im dritten Spiel ungeschlagen.

Dabei erwischten die Gastgeber den etwas besseren Start und erspielten sich eine leichte optische Überlegenheit. Der SVJ war seinerseits bemüht Ruhe im Spiel und den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Offensiv sprang dabei zunächst wenig heraus. Die Geisslinger versuchten früh im Aufbauspiel zu stören, kamen selbst aber ebenfalls kaum gefährlich vors Tor. So dauerte es ca. 15 Minuten bis zur ersten nennenswerten Möglichkeit für die Gastgeber. Die hatte es dann aber in sich. Die SVJ-Defensive wurde für einmal ausgespielt und der Geisslinger Angreifer war plötzlich frei durch und tauchte alleine vor Yannic Frey auf. Dieser blieb aber lange stehen und klärte schließlich per Fussabwehr. Diese Chance läutete eine kurze "Drangphase" der Gastgeber ein, die nun für einige Augenblicke den Sechzehner des SVJ belagerten. Wirklich gefährlich wurde es dabei aber nicht. In der 22. Minute sollte dann der erste wirklich gelungene Angriff des SVJ folgen. Nach schnellem Gegenstoß und schöner Kombination steckte Francesco Arena den Ball auf Daniel Constantin durch. Der behielt, frei vor dem Tor, die Nerven und vollendete cool zur 1:0-Führung. Gnadenlos effektiv was der SVJ hier zeigte. Auch in der Folge blieb das Bild gleich. Die Gastgeber hatten ein leichtes optisches Übergewicht, bissen sich aber an der nun souverän agierenden Jestetter Hintermannschaft immer wieder die Zähne aus. Aus der sicheren Defensive setzte es immer wieder schnelle Gegenstöße. Zunächst scheiterte noch Martin  Rangnau aus guter Schussposition am Geisslinger Torhüter. In der 35. Minute dann aber das blitzsauber herausgespielte zweite Tor. M. Rangnau wurde über die rechte Seite geschickt. Seine Flanke landete auf dem Kopf von Cedric Hosp, der wiederrum auf Constantin ablegte. Dieser sah den besser postierten Pascale Moog und legte den Ball abermals auf. Moog schloss trocken ab, der Schuss wurde zusätzlich abgefälscht und landete unhaltbar in den Maschen. Bis zur Pause waren die Gastgeber dann weiter um eine Reaktion bemüht, kamen aber nicht mehr zu gefährlichen Abschlüssen. Stattdessen verpasste Moog auf der Gegenseite den dritten Treffer. Nach feinem Pass von Mike Klett scheiterte er am gut reagierenden Geisslinger Torhüter. So blieb es bis zur Pause beim 0:2 für den SVJ.

Zu Beginn der zweiten Hälfte wollten die Gastgeber nochmals schnell den Anschlusstreffer. Allerdings stand die Jestetter Defensive weiter bombensicher und ließ so gut wie gar nichts mehr zu. Mehr als ein Freistoß aus guter Position, der Frey nicht wirklich vor größere Probleme stellte, sollte nicht herausspringen. Der SVJ spielte ruhig und abgeklärt die Uhr herunter und setzte immer wieder gefährliche Angriffe. Einer davon brachte nach 66 Minuten einen Freistoß aus exzellenter Position ein. Moog nahm Maß, erwischte den Torhüter der Gastgeber auf dem falschen Fuss und erhöhte gar auf 0:3. Viel passierte in der Folge nicht mehr. Im Spiel der Gastgeber machte sich langsam der Frust bemerkbar, alle Möglichkeiten wurden weitgehend schon im Keim erstickt. Der SVJ verwaltete die Führung meist ungefährdet und hatte seinerseits sogar noch die Chance auf einen weiteren Treffer. Einige vielversprechende Konter wurden aber leider nicht konsequent genug zu Ende gespielt. Die beste Möglichkeit verpasste Marco Lohr, der mit seinem Abschluss kurz vor dem Ende nur den Außenpfosten traf. So blieb es bis zum Schluss beim klaren 0:3 für den SVJ.

Unterm Strich steht ein verdienter und weitgehend ungefährdeter Auswärtssieg. In der Anfangsphase hatten die Gastgeber sicherlich Oberwasser und können in Führung gehen, wer weiß wie sich das Spiel dann entwickelt hätte. Aber spätestens mit der Führung übernahm unsere Mannschaft die Kontrolle über das Spielgeschehen und zeigte eine reife Leistung mit gnadenloser Effizienz im Abschluss und souveräner Gangart im Defensivbereich. Vielleicht fiel das Ergebnis am Ende etwas zu hoch aus, waren die tapferen Geisslinger mit Sicherheit kein schlechter Gegner an diesem Tag. Sei's drum, wir nehmen gerne die Momentaufnahme mit. Drei Spiele, 5 Punkte, keine Niederlage. So kann es auch im kommenden Heimspiel gegen den FC Wehr weitergehen.

16.08.2017 - Ein Punkt ist ein Punkt – SVJ mit Remis beim FC Schlüchttal

Im Nachholspiel des ersten Spieltags kam unsere Mannschaft zu einem 2:2-Unentschieden. Auf dem gut besuchten Sportplatz in Birkendorf sahen die Zuschauer ein über weite Strecken zerfahrenes Spiel, dass am Ende vielleicht keinen Sieger verdient hatte.

Der SVJ kam zunächst recht gut in die Partie und übernahm sogleich die Spielkontrolle. Man versuchte mit ruhigem, geduldigem Aufbau die tiefstehende Abwehr der Gastgeber zu knacken. Die Gastgeber hingegen lauerten ausschließlich auf Konter und versuchten es zunächst praktisch nur mit langen Bällen auf die schnellen Spitzen. Hinzu kamen viele enge Zweikämpfe und immer wieder Spielunterbrechungen, sodass kaum ein Spielfluss entstehen konnte. So waren Torchancen in der ersten halben Stunde so gut wie gar nicht vorhanden. Der SVJ kombinierte sich einige Male vielversprechend an den Strafraum der Gastgeber, ließ im letzten Zuspiel dann aber die Präzision vermissen. Im Ansatz gefährliche Aktionen der Gastgeber endeten spätestens bei Torhüter Yannic Frey, der 2-3 mal weit aus seinem Kasten eilen musste um zu klären. Nach 33. Minuten schien der Knoten dann gelöst. Alex Achmedov spielte den perfekten Diagonalball in den Lauf von Pascale Moog. Die Schlüchttaler Defensive war ausgespielt und Moog ließ sich frei vor dem Tor die Chance nicht nehmen und erzielte trocken die Führung für den SVJ. Diese sollte allerdings nicht lange halten. Nur zwei Minuten später kamen die Gastgeber auf der rechten Seite durch. Die Flanke fälschte Michael Jauch unglücklich, aber unhaltbar für Frey ins eigene Tor ab. Schon waren die Weichen wieder auf null gestellt. Der SVJ zeigte sich kurz getroffen von diesem schnellen Gegentor, versuchte aber alsbald wieder die Kontrolle zu übernehmen. Robin Kübler setzte sich stark über die rechte Seite durch, fand aber im Zentrum keinen Abnehmer. Thomas Rangnau verpasste aus bester Position den Abschluss und entschied sich zum Abspiel, welches leider verpuffte. Kurz vor dem Pausenpfiff kamen die Gastgeber nochmals zu einem Eckball, der eigentlich vermeidbar war, hatte die SVJ-Defensive den Ball schon unter Kontrolle. Das Nachsetzen des Schlüchttaler Stürmer wurde schließlich mit dem Eckball belohnt, welcher die etwas überraschende Führung für die Gastgeber bringen sollte. Der komplette Jestetter Defensivverbund sah in dieser Situation nicht gut aus. So ging es mit dem Rückstand in die Pause.

Der zweite Durchgang begann erneut mit einem SVJ der viel in Ballbesitz war, sich aber schwer tat wirklich Tempo in seine Aktionen zu bringen. Die Gastgeber standen nun noch tiefer am eigenen Strafraum und schienen zunächst gar kein Interesse mehr an einem Fußballspiel zu haben. Der SVJ spielte geduldig und näherte sich langsam dem Tor der Gastgeber an. In der 54. Minute sollte die Belohnung folgen. Daniel Constantin kam am Strafraum an den Ball, sein Schlenzer aus 16 Metern landete unhaltbar im rechten Toreck. Ausgleich! In der Folge standen die Gastgeber wieder etwas höher und störten den Spielaufbau des SVJ etwas früher. Und plötzlich schien die Partie wieder zu kippen. Der SVJ schaffte es zunächst nicht mehr klare Aktionen auf den Platz zu bringen, die Gastgeber warfen alles in die Waagschale und kamen in dieser Phase gar zu den besseren Chancen. Nach knapp 65. Minuten war Frey nach einer Volleyabnahme der Gastgeber mächtig gefordert, lenkte den Ball aber mit den Fingerspitzen über die Latte. Wenig später segelte ein Freistoß gefährlich in den Jestetter Strafraum, wo gleich mehrere freistehende Schlüchttaler den Ball verpassten. Der SVJ wirkte in dieser Phase zu pomadig, ungenau und ideenlos und dennoch sollten sich noch Chancen auf den Führungstreffer ergeben. Zunächst vergab der eingewechselte Marco Lohr nach einem schweren Abwehrpatzer der Gastgeber aus bester Position und setzte den Ball über das Tor. In der Schlussphase kam Martin Rangnau aus ca. 10 Metern frei zum Abschluss, verfehlte sein Ziel aber ebenfalls deutlich. Auch Francesco Arena sollte noch zwei Möglichkeiten bekommen. Mit einer Direktabnahme scheiterte er zunächst am gut reagierenden Torhüter. Wenig später setzte er seinen Schuss, im Anschluss an die beste Jestetter Kombination der zweiten Hälfte, leider knapp über das Schlüchttaler Gehäuse. Bei der letzten Aktion landete der Ball doch noch im Schlüchttaler Tor, der Treffer fand nach Foul am Torhüter allerdings zurecht keine Anerkennung. So blieb es bis zum Schlusspfiff beim 2:2-Unentschieden.

Unterm Strich steht ein letztlich gerechtes Remis in einem über weite Strecken wenig ansehnlichen Spiel, das vor allem durch viele Zweikämpfe und Fouls geprägt war. Beide Gegentore für den SVJ waren eigentlich vermeidbar, was ebenfalls sehr ärgerlich ist. Dennoch war der Auftritt im gesamten betrachtet einfach nicht gut genug um gegen aufopferungsvoll kämpfende Gastgeber mehr als ein Remis mitzunehmen. Genauer betrachtet hatten in der zweiten Hälfte durchaus beide Teams ihre Möglichkeiten auf den dritten Treffer, weshalb man schließlich mit diesem einen Punkt beim Aufsteiger leben muss. Nahezu ohne Verschnaufpause geht es am kommenden Wochenende zum nächsten Aufsteiger dem FC Geisslingen. Ein Spiel mit Derbycharakter gegen einen spielstarken Aufsteiger, der in der letzten Saison mit seiner Dominanz beeindrucken konnte. Man wird sehen wie die Gastgeber sich schlagen. Der SVJ ist gut beraten positive Aspekte aus den ersten beiden Spielen mitzunehmen und auf diese aufzubauen. So ist der erste „Dreier“ der neuen Saison durchaus möglich.

12.08.2017 - Dramatische Schlussphase – SVJ mit Remis gegen SV Weil II

Nichts für schwache Nerven war der Saisonauftakt unseres SVJ gegen die Reserve des SV Weil. In einem temporeichen, guten Bezirksligaspiel überschlugen sich in den letzten Minuten die Ereignisse.

Die Gäste, als klarer Favorit angereist, übernahmen von Beginn an die Spielkontrolle. Zeigten sofort ihre spielerische und technische Klasse. Der SVJ stand kompakt und versuchte den Spielaufbau der Gäste durch hohes Pressing zu unterbinden. Klare Chancen blieben während der ersten Hälfte allerdings auf beiden Seiten Mangelware. Die Gäste dominierten zwar mit viel Ballbesitz, kombinierten stark bis zum Strafraum liessen dann im Abschluss die letzte Konsequenz vermissen. Der SVJ kam zwar zu einigen vielversprechenden Gegenstössen, beim letzten Pass fehlte allerdings die Genauigkeit. Die Führung der Gäste resultierte so auch aus einem Standard. Ein Weiler Stürmer wurde im Strafraum, eigentlich ohne grössere Not, zu Fall gebracht. Die Gäste verwandelten sicher nach ca. 10 Minuten. Bis zur Pause blieb es bei diesem Ergebnis.

Zu Beginn der zweiten Hälfte erhöhten die Gäste nochmals das Tempo, suchten nun nach der Entscheidung. Mit etwas Glück und Geschick überstand der SVJ diese Drangphase aber schadlos. Nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit wurde der SVJ dann aber stärker. Pascale Moog prüfte den Gästetorhüter aus der Distanz, den Nachschuss setzte Daniel Constantin nur knapp am Gästetor vorbei. Wenig später wurde Martin Rangnau über die rechte Seite freigespielt, verfehlte mit seinem Schuss das Tor aber ebenfalls knapp. Die Zeit wurde langsam knapp, aber der SVJ blieb weiterhin dran am Ausgleichstreffer. Der eingewechselte Marco Lohr scheiterte aus spitzem Winkel am Gästetorhüter, genauso wie wenig später Thomas Rangnau. Die Gäste zeigten ihrerseits immer wieder schnelle Gegenstösse und kamen gegen die nun weit aufgerückte SVJ-Defensive immer wieder zu guten Möglichkeiten. Die beste wurde nach knapp 80 Minuten vergeben, als ein Weiler Stürmer frei vor dem Tor an Yannic Frey scheiterte. Wenig später ging unsere Mannschaft noch mehr Risiko. Michael Jauch ersetzte Robin Kübler und rückte für Silvan von Ow in die Viererkette, der nun für mehr Druck in der Offensive sorgen sollte. Genau in die Drangphase des SVJ fiel dann aber die vermeindliche Entscheidung. Wieder spielten die Gäste einen starken Konter, der davongeeilte Weiler Stürmer war kurz vor dem Tor von Mike Klett nur noch durch ein Foul zu stoppen. Es folgten ein weiterer Strafstoss für die Gäste und die Rote Karte für Klett. Auch dieser Elfmeter fand, etwas glücklich, den Weg ins Tor. Dennoch steckte der SVJ nicht auf. Im Gegenzug erhielt man einen Freistoss aus ca. 25 Metern. Von Ow legte sich den Ball zurecht und zimmerte die Kugel unnachahmlich und unhaltbar in den Torwinkel. Dies geschah in der 87. Minute und nun witterte der SVJ doch noch Morgenluft und blieb am Drücker. In der 90. Minute schlug Alex Achmedov eine weite Flanke in den Strafraum der Gäste, von Ow setzte sich im Kopfballduell durch und legte den Ball ab auf den völlig freistehenden Thomas Rangnau, der sich in dieser Situation nicht zweimal bitten liess und die Kugel zum Ausgleich versenkte. Nun zeigte der Schiedsrichter noch 3 Minuten Nachspielzeit an und nun kamen nochmals die Gäste. Letztendlich blieb die Nachspielzeit torlos und der SVJ feierte den Punktgewinn.

 

Unterm Strich steht ein nicht unverdienter Punktgewinn gegen einen sehr starken Gegner aus Weil. Natürlich muss man zugeben, dass das Ergebnis am Ende durchaus glücklich zu Stande kam, allerdings verpasste der SVJ im Vorfeld des zweiten Gästetores einige gute Möglichkeiten zum Ausgleich. So bleibt zum Ende der Partie natürlich ein positives Gefühl auf Seiten unserer Mannschaft, die eine starke Moral bewiesen hat und auch einem spielstarken Gegner zu jeder Zeit Paroli bieten konnte. In den kommenden Tagen geht es nun Schlag auf Schlag weiter. Am Mittwoch (16.8.) steht das Spiel bei Aufsteiger FC Schlüchtal an, nur wenige Tage später ist man zu Gast beim nächsten Aufsteiger aus Geisslingen. Auf dem Papier sind vor diesen Spielen die Rollen scheinbar klar verteilt und doch wird die Mannschaft klar an ihre Leistungsgrenze gehen müssen um zählbares nach Jestetten zu holen.